Die sogenannte M.I.N.ER.V.A.-Studie ist ein Forschungsprojekt, das naturheilkundliche Behandlungen während eines Krankenhausaufenthalts genauer untersucht. M.I.N.ER.V.A steht für „Multizentrische, Integrative, Naturheilkundliche Erforschung der Versorgung in Akutkliniken“
Beteiligt sind drei renommierte Einrichtungen: die Abteilung Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin unter Leitung von Prof. Andreas Michalsen, die Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde am Klinikum Bamberg (Prof. Jost Langhorst) sowie die Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin an den Evang. Kliniken Essen-Mitte (Dr. Marc Werner). Die Studie wird geleitet von PD Dr. Michael Jeitler (Charité Berlin und Immanuel Krankenhaus Berlin) in enger Zusammenarbeit mit Prof. Holger Cramer von der Universität Tübingen, der für die Datenauswertung verantwortlich ist.
Worum geht es in der Studie?
Im Mittelpunkt steht die sogenannte naturheilkundliche Komplextherapie. Das bedeutet: Verschiedene naturheilkundliche Methoden werden sinnvoll miteinander kombiniert. Dazu gehören zum Beispiel:
Diese naturheilkundlichen Methoden werden dabei stets auf der Basis moderner medizinischer Versorgung eingesetzt.
Die Studie begleitet Patientinnen und Patienten während ihres Krankenhausaufenthalts. Außerdem wird untersucht, wie sich die Behandlung auch langfristig auf Gesundheit und Lebensqualität auswirkt.
Naturheilkundliche Verfahren werden bereits vielfach eingesetzt oft jedoch außerhalb der Regelversorgung. Die M.I.N.ER.V.A-Studie trägt dazu bei, die klinische Erfahrung wissenschaftlich zu untermauern. Sie liefert Daten darüber, wie wirksam, sicher und kosteneffizient naturheilkundliche Komplextherapien sind. Die Ergebnisse können dazu beitragen, Naturheilkunde stärker in die reguläre medizinische Versorgung zu integrieren.
Die Datenerhebung läuft über etwa 18 Monate und umfasst insgesamt rund 4.200 Teilnehmende an allen drei Standorten. In unserem Zentrum nehmen etwa 1.200 Patientinnen und Patienten teil. Erste Ergebnisse werden in den kommenden Jahren erwartet. Sie könnten einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Naturheilkunde und moderne Medizin noch besser miteinander zu verbinden.